NEUE JUGEND- LUST, DAS IST DREY

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Christian Weise

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Wie felbige m DELXXXIN > gefamcen Studirenden

—J ——— worden. A :tororeter>Korafofororerore: rar.) Franckfurt und

Deuehts Sohann Ko ler / im Jahr heisse,

VEN EDED LEDEDLS EISEN BGeliebter Eeſer. ER In möchte ich wun⸗ dern / warum ich / bey mei⸗ nem ernſthaften und Re recht uͤberhaͤufften Amte / ſo gerne Komeedien mache / oder warum ich dergleichen Haͤndel nicht unter meinem alten Papier kan ver⸗ horgen laſſen: Allein wer des hie⸗ ſigen Ortes Gewohnheit kundig iſt / der wird die Urſache leicht errathen. Es heiſſt / man ſoll jährlich drey Spiele auffuͤhren / und Die Tugend durch ſolche Luſt dergeſtalt munter machen / daß ſie gleichwohl darbey erbauet und zu leinemẽ gerniße an: gewieſen werde. Wenn man ſich gberin allen Buch⸗Laͤden umfichet) ſo mangelt es an Stücken/die ſich auf dergleichen Bälle reimen. Denn WAS zu Hofe / oder auch unter den Eomdianten ums Geld gefpielet et ‘2 wird /

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wird / das beſtehet mehrentheils in wenig Perſonen / darbey Die wenige ſten koͤnnen bedacht oder verſorget werden; Sonderlich wenn man in Reſpect vornehmer Eltern und Freunde viel Haupt⸗Perſonen aus⸗

—— Concipient mit ſeiner ge⸗

anemen Dienſt zu thun / fondern ©

7208 10 BEE wird ſich auch manch ehrlicher und pernehmer Schulimann gratuliten/ doß ſolche Sachen an das Licht kom⸗ men welche recht auf die Schule ge⸗ richtet / und mit leichter Muh / bey einem mittelmaͤſſigen Cœtu nach⸗ zuſpielen find. Da ich noch wohl weis/ wie gedrang es um folche Stüde geweſen / daß man oft zur Noth etwas ausdem Terentio oder font woher vertiren muͤſſen. Sind luſtige Handel mit eingemenget/fo - geborenfiedoch unter die Facetias innocuas, welche die Berdrüßlig- leit des Lebens oft verzuckern müf- gen. Geftalt auch ernfte Hiftorien/ aller eingemifchten Akkecten unge- acht/ihteäuf, chauer nicht vergnügen würden / wofern dieſes extremum "Ornamentum Spectaculorum alle: zeit auffen bliebe. Zur befferer Recommendation Siwerpen auch mulicalifche Stuͤcke mit angefüget / ma man bey eis | 3 DEM

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de ich guter Begvemligkeit halben anitzo Damit aumetliche Dronat an⸗ ſtehen. Denn nach dem He. Johann Krieger bey unfer Stadt das Dire- ctorium Chori Mufici über fich ge⸗ nommen/und alto auch in den ge⸗ genwärtigen Spielen feine ans nehmliche Manieren mit beygetra⸗ gen hat: Als waͤre esSchade/wenn manche artige Melodie durch unge⸗ ſchickten Druck folte verwahrloſet werden; Inmaſſen alles in Folio beqvem / und fo zu reden / in der Parti⸗ eur erfolgenfoll. Ja weil dieſe kur⸗ tze Sachen alle Liebhaber nicht ver⸗ nügen möchten / ſollen noch zwey Theile von meinen Geiſtlichen und Weltlichen Arien / welche meiſtens noch nicht gedruckt / und den We

TE RR 0 fien befannt Team Be mit Hr. mie. Kries gersCompofition beygefuget werdẽ. Waos die mittelſte Invention von der betrifft / ſo wird unten et⸗ WAS nothiges Davon erinnert wer⸗ Den. Nur dieſes gedenck ich anitzo / ve DaB ich die Heidnifche Fabeln eftalt eintichte/ daß mit abgoͤt⸗

en Opffern und andern laͤſterli⸗ chen Geremonien nicht viel gethan wird. Undid) fan es dem Barclajo nicht auf fprechen / Daß er bey. der

- Relation eine Heidnifchen Begeben- heit auchetliche Gebethe und Lieder -an die falſchen Goͤtter gefeget hat. Denn ober ſich gleich nach der Reli⸗ on Des Volckes in Der Erzehlung BIER hat a müſſen; So. häffe

> Doc) ein folcher Geſang ohne Scha> - den Der übrigen etnfinfei koͤn⸗ nen ansgelaffenwerden. Drum an ſatt d ch die Argenis zur Prieſterin mne dbe die mit ihren Segens⸗Zwei⸗

ge dem gantzen Bon was gute nur

—————

mittheilen nirtheiten ſol o aſſe eihfe lich ſigen und die zupplicatlones an den Konigl Hn Vater 53 und was ſonſten in dieſem Stücke; wird anzumercken Senn... In halte auchdie heidniſchen Dinge wuͤrden in der Chriſtenheit fo lange nicht in,

un blieben ſeyn ‚wenn fie;

——— underwercke ih

—— Machinen Anlaß gä=, uminder Wahrheit beaibe:

‚gleichen: man⸗ ever’ Gedichten. fen zufegen hat. Mud fo viel vor dieſesmahl. Sol⸗ te ODE demgeliebten Vaterlande gnaͤdig ſeyn / und die Genwartige Gefahr durch eine beſſere Zeit ab⸗ —— fo möchte bald von dem ſtoltzen und gedemlithigten Nebus eadnezar nebenſt andern Die ſich nicht eher wollen nennen laſſen / ehe fie andas Licht kom̃en / eben derglei⸗ chen zu leſen ſeyn. Damit zu Gottes Frieden⸗ Sans ei ‚befohlen,

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Wie ſolcher en 2. Mart. 1683.

—* * in Pittau Bi erh worden.

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„Inhalt des Erſten Spieles, F CE Avid der Sohn Iſai hatte Iden PhiliſterGoliath erle⸗

get / und war hierdurch bey den Rönige Saul in ſonderbare Stade gefetʒec worden. Alltines Fanden fich To viel Koͤnigl. Anver⸗ wandte / welche ſich diefer Perſon widerſezton / inden dz Volk heim⸗ lich zumurmeln anſing alohaͤcce | der unvergleichliche Held / durch den Propheten Samuel / die Sal⸗ bung su den künftige Koͤnigret⸗ : cheempfangen, Damit ward ur Herfolgang nach der andern an⸗ geſponnen / es erſchtene auch alle⸗

vild nicht ferner zu verfolge: Da⸗ vld aber / mit der neuen Gemalin Abigail / ſeine Gtcherheit in dem Phlliſter⸗ Rande ſuchen durffte.

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Berfonen,

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2 ! ee Ga Ei ſtat des Voꝛredners. 9 Affer, 3 x 4 10. Na aphehali | en va. phraim, W 14. Ifäi, 15.Saul, Könfg A Frael.

Bee deſſen Söhne, 18. Esbaal, defjen Kleiner Sohn. deſſen Toͤchter.

21. 2. David, —— Bun an Michal

——

——— | 2 (0) —— rad, iel, an Merob ————

23 Phalti, bernadh an Michal BsEmäht. R . 24. Abner, Königl. Selu. Herr, 25. Doeg, Stallmeiſter. | +2 26.Uchal, ) ;.: F En. 27. Sares, "$ König Käthe, | en | | a ‚Simei; Saus Befreundter. (a | 32. Ziba, Saul Sammer, Diener. 33.Simri; Doegs Bedtente, 3 4. Samuel, ein Prophet in Iſrael. IN 35. Abifai, Davids Obrifter. | 36.Joab, Davids Kriegs Officirer. —9 37. Sitari, deſſen Sammerdiener. ©

sg. Chasbi, eine Sommer-Magd.

3. Thola, einer vom Gebirge Stpb.

40. ‚Hafech, ‚Sonathang ———— 41. Eliel, David Freunde. 44. ‚Samoth,, | Ein Troupp von Davids Berfländen. 4; Eldad, 8:8 Propheten —— A 5 | jundus. ' | 45. Medad, ein Prophet. Ta us Propfeten.

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ee. ar. Fimelcch, der "Ober, Briefen. 43. Abjathar, fein Sohn.

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| Prieſter zu Nobe.

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. 58. Phanuel, tellemen So ne * Pe | h h

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Land⸗Juncker. Mr Ehwew/ hernach D ee: J 66. Jud a Nabals Knechte. 67. Galal, deſſen Schafineffter, ‚68.Ge Re Ken Hirte, a mach, t 3tven Abgeſandten von "en n Pblifem, 70. Che⸗

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8c) 71. Cheſib, | 72. Bala | 7 Afel p Seldaten. »4,.Nimfi, 3 5. kurtzweiliger Rath. *6. Laſa J 77.Ke dar, Bauten.

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jüda. Ruben. Simeon. Levi. Sebulon, Afafchar. Dan. Gad. Afler. Naphthali. { Manalſe. Ephraim. Benjamin.

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wird aufgezogen y und die Perfonen prefentieen fich zuſammen auf dem Au:

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TER > Oehgefchäste Anweſende. So haben ie dem groffen GOtt zu dancken / daß Sam ſe Schaubuͤhne wiederum geöffnet, | © j uf ein sornehtner Held aus dem Stam⸗ me Idda / ein Koͤnig über Die geſamten woͤlf Stämme/und ein Anherr des göttlichen Mes- z theis ini einer Verfolgung / theilsin dem Goͤtt⸗ chuße foll aufgefuͤhret werden. Ä awol / ihr Hochgeſchaͤtzten Liebhaber der Ergo der Anfang wird nicht uns h von einer ölchen Begebenheit gemacht / wel⸗ in dem vornehmſten "Buche erzehlet wird, und ] (beduch das Eingeben des wunderthaͤtigen Got⸗ | ‚einen erleuchteten Mann iſt abgefaſſet

Sim. und ie APR die vornehme Afte&tion in den —F A ver⸗

2‘ Derverföolgee —54 vergangenen Fahren / fo wol gegen diefen Det ale auch gegen die fpielende Sefellfehaftt hervor geblicke hat defto liebreicher ift die Hoffnung / melche den jleiß des gegenwärtigen Jahres mit angenehmen Strahlen zu vergnügen ſcheinet. Lev. Mir ſtellen eine verfolgtezund vor der Welt verlaſſene Perfon auf des Theatrum ; und wollen zugleich die Lehre mit nach Haufe nehmen daß ein Liebhaber des groffen GOttes mitten in der Anfech⸗ tung koͤnne frolich feyn. | ‚Seb. Es wird ein troßiger König herausfommens doch die gefamten Zufchauer werden aus dem wun⸗ derlichen Sortgange die Eitelfeit Der menfchlichen Hoffart bevencken lernen. | Jud. David war ein fhlechter Schafhirte.. Rub. Gleichwol hatte er in GOttes Augen den

Vorzug. UT ER Sim Erbefaß die Hoffnung zum Königreiche. a Lev. Das ganze Volck war ihmgetwogen. feine Feinde muſten Gottes Feindſchafft

erfahren. | 1 Jud. Saul war mit feiner ſtoltzen Familie hoch

eſtiegen. A

. a: Doch GOtt flürkte den Hoffürtigen vom

tuhl, a

Er machte die muͤßguͤnſtigen Rathgeber

Schanden. Ar BER:

Lex. Ihre Seindfchafft fehlug zu einen Spott inaus. * ——

9 Seb. Und melchen GOtt vor andern liebete / A

muſte vor andern die Oberhand behalten. * up af.

David, ES amd Tin a ind nd demnach werden Die hochiwertheften Zus

| ehauer mit ihrer Gewogenheit nicht auſſen bleiben/ ‚weil diefes gange Spiel auf göttliche Sachen und au d bie ndation der heiligen Tugend ge

RB an. Dae hochgelibte Sittau hat die Liebe Got⸗ tes aus d den Stücken zu erkennen : Und weil dans nenhero Die gefamten Einwohner zu einer füffen Ge⸗ genliebe des Himmels angetrieben werden/fo Fan die fpie ende Jugend bey Diefen himmlifchen Fleiſſe Fein: Mipfallen verdienen.

Hal. EHE Lob! derfelbige Held durch deffen Schuß der fromme David bedecket worden / hat auch dieſer Gegend bißhero Seide Luft und Sicherheit vergoͤnnet.

Dan. Und derfelbe Gog, welcher den boßhaffti⸗

zen Saul gleichſam einen Ring in Die Naſe geleget

der hat ebenfals die Auſchlaͤge vieler Feinde zu

richte gemacht,

Es iſt Gottes Wolthat / daß die Kirche ehet. | AM. Und durc) eben Se Gnade muß bie Schule

en guten Wachsthum bleiben.

Gad. Die Bibel ift ung noch unverboten,

Und die Schule Fan aus diefen Buche zu der ollEommenften Weisheit gelangen.

‚Naphth, Die hohe Obrigkeit Des Landes lebet in a nen edlen Va

anal. Und Die Hochedlen Vaͤter Diefer Stadt ıhmen Die göttliche: Erhaltung | Naphth. ch wil ſagen: in Durchl. Chur⸗ eften wird? on abgebildet, 42

Der verfolgte

——

Een gotreuen Abifar (Eid In Dem | n. ) tr Abifai laͤſt ſich in dem Ra ſehnn Vihe Birgetſchofft 7 phr. Die loͤbliche Buͤrgerſcha muß der him⸗ liſchen Gnade dancken. Be Benj. Und das gefegnete Land theilet Die Gluͤckſe— üügkeit mit der Stadt. | Ephr. Die Hochgefehakten Zuſchauer müffen die⸗ ſes bezeugen. BEN Benj.2luch Die Abweſenden muͤſſen dieſer Andacht gewogen ſeyn. | Jud. Nun wol anı GOtt gebe noch fünfftiger. Zeit ein fröliches und gefegnetes Jahr. Rub.Die ungerfälfchte Religion feße den Grund» ſtein zu aller Slhehteligkeit. | | Sim. Die gottgefällige Cantzel werde von hoch⸗ verdienten Lehrern betreten. | —— Lev. Die ftudierende Jugend werde Durch vaͤ⸗ terliche Handreichung zu allen Guten fortgeführet- Seb. Diefe gegenwärtige Schaufpiele werden ül viel langen Zeiten Durch Fein ungemeines Trauren verhindert. | 4 Ifaf. Und fo oft des Churfuͤrſtl. Hauſes Sachſen wird / fo oft werden unſere Wuͤndſche ver⸗ oppelt. Dr 3 Dan. Es beftehe Die Hochgepriefene Zahl eines hochmeifen Rathes / und wenn dieſer Platz eroͤfnet wird / ſo eroͤffne fich der Quell eines neuen Segens. Sad. Es mangele niemahlsan tugendhafften Al⸗

ten. | |

AT. Niemahls an einer. wolgezogenen Jugend / welche die tugendhafften Jußſtapffen gu betreten ver; langet. Moapnt.

‚gehalten werden. Und cbei ‚im Namen der ganken Gefelfchafft ein ſchwaches

- -

Moapht Der blutige Krieg ſtehe zwar in den Avi- Een, nicht aber in unſerm Sande, *

- Manaf. Die ſchaͤdliche Peſt höre anders mo auf/ ' amd bleib ung noch kuͤnfftig unbefant.

„Ephr. GOtt laffe dieſes Fahr mit feinem Gute gekrönet fen. | Benj. And lafle einen iedweden nach feinem Wol⸗

gefallen felig leben / und felig fterben,

Mai. Hochgeſchaͤtzte Anweſende / mit dieſen Anfan⸗ ge/ mit dieſer netaͤt / und mit foldyen Wuͤnſchen laͤſ⸗ fet ſich Die Unſchuld und die kindiſche Jugend blicken / ehe das Spiel mit dem verfolgten David aufgezogen koͤmt. Wir find Kinder/und weil wir bitten/fo ift es nicht möglich/daß uns die —— ſolten zu gute

eben deßwegen muß auch

Kind die Bitte ablegen / es wollen dieſelbige geruhen

tliche Stunden über mit Affe&tion und geneigten

tillſchweigen beyz uwohnen.

DETSTTIITTI UIID ET Eriier Handlung Erſter Auffzug. BR Merob. EL SR O muß ich numehr Den unbefländigen ) Wechfel erfahren / daß meine getreue und Nnbruͤnſtige Liebe in einen toͤdtlichen Haß verwandelt wird. Ich geflehe es / mein Herz hatte ſich allbereit in Den tapferen / in den an⸗ genehmen / ach in den ſchoͤnen und braͤunlichen Da⸗ vid verliebet / und die Genehmhaltung meines Koͤnig⸗ lichen Herrn Vaters gab mir ſelbſt Anleitung darzu / alſo daß ich vermeynte dieſes Koͤnigliche Haus wuͤr⸗ de zum wenigſten durch unſere Heyrath unterſtuͤtze werden; Allein die Grauſamkeit des Vaters ſchrei⸗ bet mir gleichſam ein Geſetze vor / daß ich meine Liebe verſchweren fol: abfonderlich da meine Schweſter au der Beſitzung dieſes heldenmafligen Liebhabers gelangetift. So Fanich meine bißherige Liebe nicht beffer bezeugen / als daß ich mein vormahlig⸗Geliebtes bit; auf den Tod verfolge. Ach ihr Leute, ich bitte / entfehuldiget mich. David Fan ohne das höchfte Un⸗ recht nicht verfolget werden / und gleichmol muß ich mich zu einer That verftehen/mwelche mir im Herken? wegen der Liebe / und im Gewiſſen wegen Des Unrechts hoͤchlich zu wieder iſt. Ach David / waͤre ich die Dei⸗

De verfolgte David. ——

gen bee

die e / fo molte ich meinen Gedancken die Freyheit kalten welche mir berboten wird / indem Du nimmerz mehr der Meinige werden kanſt.

GSlie entruͤſtet jich) und das fol der gantze Hoff erfahren/daß ich Davids ſuchen und befördern mil.

ee ter. Handlung Andere Aufzug

——— Adriel.

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Terme Gr ) eine | J

fehrecket? |

% Mer. Diefesmuß ein eecter Liebhaber ſeyn / welcher den Kummer ſeiner geliebten Perſon nicht errathen fan,

Adr. Ich meyne/diefes muß ein goͤttlicher iebha⸗ ber fenn welcher auch mit ſeinen Augen ein verbor⸗ | genes Hertze durchdringen Fan, © Mer. Ach die Urſache meiner Traurigkeit iſt ſicht⸗

bar.

Adı. Und ich beflage meine Blindheit,

Mer. Kan mein liebfter Adriel fo blind feyn / daß er den Verraͤther des Königlichen Haufes nicht fe; hen folte. Mich EN er kan uns trotzig genung unter die Augen gehen.

Ein Serie: ? ne daß ich

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Schwerd gegen ihn entblößen wil. Meine | ebieterin ſey nur fo gutig/und laffe mich den erſten Buchftaben von Diefem verfluchten Nahmen willen. - Mer. Es ift ein Hann / der fich vor unfern Schwerde nichtentfeget. Sein Arm gilt fo viel / als zehn tauſend. Doch ſo —5 ein verlauffe⸗ ner Zchafjunge von dem K mige et erhoben wird. . Adr. Ich beflage meine Einfalt. Izund mertke ich erſt / daß meine Gebieterin mit Davids guten Gluͤ⸗ cke nicht zufrieden iſt. Und es iſt mie lieb / Daß ie⸗ mand Gelegenheit giebt / meine heimliche Gedancken zu offenbahren / denn ich ſtund al zeit in den Sorgen/ ich möchte Ihr Koͤnigl. Maj. frlbft beleidigen wenn ich die Heyrath zroif.ben Dobid und Der Michal hätte ein Gifft des Königreic)es/ und eine Peſtilentz degRönigti me.

Mer umfaſet hu Ja wol und nun mercke

ich erſt / daß unfere Seelen verbunden find/ alldieweil fie zu gleicher£iebe und zu gleichen Haſſe gesogen wer⸗ n *

en. Adr. Ich bekenne / daß ich, offtermals daruͤber ſeuffze / wenn ich aber fein bewaͤhrtes Gegen⸗Mittel vor mir ſehe ſo werden meine Seuffzer verdorben. Mer. So lange der Koͤnigliche Hr. Vater feinen Eydam refpestiren will fo lange wird unfer Wider⸗ fand beſchaͤnt. —— 1 Adr, So muß Ihr Maj. zu rechtmaͤſſigen Zorne wider dieſen Schafhirten erwecket werden. Ich weis noch die Zeit / da bey dem gemeinen Volcke ein Lied angeftimmet ward / welches den Königlichen Ohren

jiemlich harte vorkam. Und man duͤrffte ger wenig | Stroh

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Stroh zutragen / ſo möchte das glimmende Feuer in helle Flammen hervorbrechen. Iſt iemand / der den Wſang machet / ich will meines Amtes / und zugleich der wunderſuſſen Liebe gegen meine Gebieterin nicht

N Ce 7 Mer. E8 ift an dem / wo David nicht geſtuͤrtzet wird / ſo wird er ung zu Schimpfe/auch wol bey Leb⸗ zeiten meines Königlichen Herrn Vaters / auf den Königlichen Thron geſetzet. Aber ſolte ja GOtt

meine Herren Bruͤder nicht ſo wuͤrdig achten / daß ſie dermaleins den Seepter führen ſolten / fo waͤre Doch mein geliebter Adriel noch uͤbrig / deſſen Haupt wuͤrdig iſt ein und dreyßig Kronen zu trggen. Adr. Ich erkenne meine Liebe, Doch wer einmal dahin erhoben wird / daß er das Ehebette einer Koͤ⸗ niglichen Tochter beſchreiten Fan / derſelbe befindet fich dergeftalt verbunden, Daß er die getreue Liebe mit einer Königlichen Krone bezahlen fol,

Mer. Die Krone ſolte mirbeffer anſtehen als det Pan Michal. Allen wir werden noch Zeit ‚haben von Diefer Materie zu reden: Itzt höre mein geliebter Adriel im Vertrauen / welcher geftalt ich, ‚meinen fleineften Bruder Esbaal unterrichtet habe/ baßerber Kate die Schelle anhengen foll. So bald dieſer Polgen bey dem Deren Dater wird verfchof ſen ſeyn ſo wollen wir. über die Kindiſchen Reden fol: che Gloſſen machen/daben David dasmeifte wird zu

dr Der Anſchlag iſt nicht liſtig / fondern recht himmliſch ausgedacht. Doch Y. erden wir den

Koniglichen Herrn Bater bald fuchen müffen. —J A5 Erſter

10 er verfolgte

Bantlina Erſter Dendlung Dritter Aufzug =

are San Abtier, "|: een

& | "Saul. * —— ER | nn Koͤnig darff ſein Wort nicht zuruͤcke ſie⸗ A

hen. TR Abn. Das Wort wäre mit guter Raifon ge brochen wordenymeil des Koͤniges Perſon felber Die“ groͤſte Gefaͤhrligkeit Daher zu befürchten hat. Saul. Ach / mein Freund ! ich darff nicht unterrich tet werden / was David vor einen Haß bey mir ver dienet hat: Denn ich ſehe wohl / daß er nach meinem: Königreiche ſtrebet; Indeſſen / will der Tag noch nicht erſcheinen da er unter dem Vorwande des Rechtens Fan geſtuͤrzet werden. Weßwegen hat ex mit ſeiner Mannſchafft an den gefaͤhrlichſten Oer⸗ terniſtreiten muͤſſen / als daß ich vermeynte / das Un⸗ gluͤck wuͤrde auch einen verflogenen Pfeil uͤbrig haben / welcher dieſem Boͤſewichte das Hertze durchbohren koͤnte? Weßwegen foderte ich hundert Vorhaͤute von denen Philiſtern an ſtatt der Morgengabe als“ daß ich meinen Feinden einen Sieg gegen dieſen Verraͤther goͤnnen wolte? Immittelſt / was kan ich davor / daß er mir zum heimlichen Verdruß die dop⸗ pelte Zahl mit zwey hundert Vorhaͤuten gut gethan? Abn Das blinde Glück Fan einen Schafknecht leicht hoffaͤrtig machen. Es heifft zer hat den Rie⸗ ſen Goliath erlegt / aber wenn wir auch FR 14 UP

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‚Davin BR; Riefelftsinen freiten wollen, fo wären Die Künfte leicht von ung auch verbracht worden; Ich lobe die Toopfferkeit / welche ſich allemal eines gewiſſen Aus;

ganges getroͤſten fan. EN Saul. Sa wohl / ich ſehe / wie das Gluͤcke fpielet: Alein wie waͤre es / wenn ich dieſem Gluͤcke zu einem Triumphe dienen muͤſte? | Ab. hr König. Maj. find von dero getreueften Dienernnicht gar verlaſſen / daß mir Diefem Verraͤ⸗ ther den Königlicher Thron fo gar umfonft einräu: menfolten. Hier fteht mein Blut und mein Her zu Pfande / daß ich diejenigen nimmermehr vor meine Freunde erkennen will / welche dieſen David nicht unter der hohen Commiſſion Ihr Koͤnigl. Maj. vers folgen. David muß ſterben / damit dieſes Kaͤnigreich

ewig beſtaͤtiget ſey. | aul Ach foll mein Eydam fterben ? Abn Die Königliche Hoheit fraget nach Feiner Schwaͤgerſchafft Dieangenehme Michal foll den: noch / dem rechtmaffigen Witwenſtande zu Trotze / mit einem neuen Liebhaber verſehen werden. Saul. So recht / mein Freund / die Koͤnigliche Kro⸗ ne muß beſchuͤtzet werden und wenn meine Tochter ſelbſt dem Bluthunde mit zerfpaltenem Haupte das Geleite geben folte. Dannenhero gehet / und verſi⸗ cherteuch der Soldaten / damit auf allem Fall dieſer Bube keinen Aufſtand erwecke/ und hierdurch unſere AIntention verhindere. | Abo. Der Debellen find viel/ der Malcontenten ‚noch mehr; Doch fo lange diefes Haupt noch zwi⸗ ſchen den Achfeln ftehen bleibt / ſoll es an gehorfamer Sorgfalt nicht ermangeln. | Er⸗

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17 Der verfolge Erfier Handlung

Vierdter Aufzug, Saul, hernach Esbaal,

| Saul. Bi,

DIE Feld⸗Hauptmann gehst dahin / und laͤſſet fich meine Sicherheit auf feine Seele binden, Denn nachdem der umgeheure Goliath von dee fchwachen Hand gefället iſt / ſo werden dieſe ftarcke f Heldenihre Schamhafftigkeit nicht eher befriedigen? /

als bis Die Argerliche Perſon und der Feind ihres Ruhmes wird vertilget fepn. Ach / ihr Monarchen/ / ſehet / was vor Angſt dem Koͤniglichen Golde zuſetzet / und wie ein liebreicher Landes⸗Vater / durch unver⸗ dienten Haß / muß verunruhiget werden / da andere meines Schußes genieffen/fo muß ich aller Sicher⸗ heitzund hiernechfl aller Seeude verluftigfeyn. Esbaal (koͤmmt.) —* Saul. Doch mein kleiner Augen⸗Troſt / aber auch die Urſache meines vielfaͤltigen Schmertzens / wenn

ich bedencke / wie Dein Gluͤcke Dem verfluchten David. zum Opffer dienen foll/ koͤmmſt du nochmals mit dei⸗ nem angenehmen Spiele / welches mir / ich moͤchte faſt ſagen / zum einigen Troſte noch uͤbriggelaſſen wird? Esb. (fafle Saul bey den Händen.) Ach / Here Vaier / da koͤmmt der liebe Sohn welchen dee böfe Mann todt fehlagen will. 4 Saul. Mein Sohn / iſt anderswo ein boͤſer Mann / ſo iſt dein Hr. Vater ein maͤchtiger Mann; bleib bey

mir / ſo haſt du nichts zu befuͤrchten. Esb.

.

—— 13 Esb. Schfoll einmal König werden / und David, der Bluthund / will nicht: Was follich machen? Saul. Was wirſt du machen? Haft du nicht ei⸗ nen Sebel? Ich wolte dieſein Feinde den Kopff ab—⸗

31: | ha Ich bin zu Flein ; ich Fan feinen Kopff nicht ertangen. | | | aul So haue ihm die Beine entzwey / daß er um⸗ faͤllt damit iſt der Kopffniedrig genung. | © 0 Esbaal, (3eucht den Sebelaus.) Se 'nun will ichthun / als ein Cavallier. Ich will gehen / und wenn David tauſend Koͤpffe hatte/fo will ich alle mit meinem Sebel abhacken / wie faule Krautſtruͤncke. Wie ſtehts / Hr. Vater / ſoll ich nicht ein mal König 4 EOSEDEn N >. Kr > Saul (weinet ) Ach / das Fonigliche Geblüte laͤſſet ſich garzu ſehr metcken: Doch mein Kind / du biſt zu langſam geboren worden; Ehe deine Glieder werden tuͤchtig ſeyn eine maͤnnliche Ritter⸗That vorzuneh⸗ men / ſo moͤchte der koͤnigliche Thron in dem tieffften Staube vergraben ſeyn. Immittelſt öõ du verma⸗ ledeyter Bube / ſoll guch fo ein zartes Kind vor deiner raufomfeignicht ſicher ſeyn? Dieſe Unſchuld / die— laͤchelnde Gefichte/ dieſe Freundligkeit / ſolte ein ſteinern Hertze bewegea. E hebt ihn auf / und kuͤſſet ihn.) AUnd dieſer Inhalt meiner koſtbaren Freude ſoll mir aus meinen koͤniglichen Armen geriſſen werden?

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14 Der verfolgte R | Erſter Bendlung Ruͤnffter Aufzug.

‚Saul, Esbaal, Adriel, Merob.

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Mer. Rt Ein Koͤnigl. Here Vater / was follen tie ung bey Diefer halb⸗ traurigenLiebkoſung einbilden 2% welche die Küffe mit Thraͤnen vermifchen/die wollen son einander Abfchied nehmen. 1 Saul. Ich erkenne Das Geſetze der Menfchlichen Zuneigung/ daß die jarteften Kinder Die liebſten find. Mer Und wenn die Derfolgung auf Die zarteſte Unſchuld loß ſtuͤrmet / fo ift die Furcht um ſo viel deſto

—7 _

hefftiger. Rot Saul. Ach / meine Tochter / ich verftche wohl one hin dieſe Rede zielet: Ach dancket dem guͤtigen mel / daß ihr dem Landes⸗Verraͤther nicht feyd zu - Theil worden; fonftmüfteich etwas verfolgen, we⸗ ches an eure Seele gebunden waͤre. Wo Dapid le⸗ bet / ſo muß dieſes geliebte Kind zum Knechte werden, (Er Eüfjetes.) tz we; Adriel. Esiftnicht ohne. Die Rede gehet/als waͤre der Schaffnecht vom ProphetenSamuelheims lich gefalbet worden / und durch dieſe Sabelhat erdem gemeinen Volcke das Herke geſtolen; Wo ihm der Hals bey Zeiten nicht gebrochen wird / fo wird. der Name Eur. Königl, Maj. in kurtzer Zeit verlo fchen ſeyn. Und eben diefes Kind/ ach mein Föniglis eher Herr Vater vergoͤnne mir / daß ich mich * or 2% |

nr) 15 Fiebe und in die Traurigkeit theilen darff, Ernmt ihm das Kind ars denZirmen,) Diefes Kind wird den hoͤchſten Schmertz doarhey zu ‚empfinden haben, Ach du letzte Freude des koͤnigli⸗ chen Ehe⸗Bettes 7 du wahres Ebenbild der Füriglis chen Vergnuͤgung / ach / wirſt du einmalunter Das vids Schaf⸗Jungen geſtellet werden / und wird Dein Eoftbares Blut unter deſſen unbarmhertziger Geiſſel ausgepreſſet werden? Wirſt du einmal unter dem <hor zu Bethlehem die Schaf⸗Lorbern zuſammen kehren? oder wirft du gar / als ein Verſchnittener / Davids Kebsweiber bewachen muͤſſen? RER Fan nichts fo arg gedencken / es kan uns och aͤrger begegnen. J on das Kind auf dte Armen.) Ach / mein liebfter Bruder/ der Himmelgebe doch / wofern wir zur Dienſtbarkeit verfauffet ſind / daß wir neben einander gelaſſen werden / fo will ich doch zun wenigſten erweiſen daß auch eine Magd der Schwe ſterlichen Siebe nicht vergeffen darff. Ach / warum ſoll ich die Zeit. nicht erleben / Da Der koͤnigliche Herw Vater wegen deines Hochꝛeit⸗ Feſtes / unter dem gane tzen Volcke einen allgemeinen Freuden⸗Tag auge ſchreiben fan! Ach laß dich an mein Hertz druͤcken/ esmochte uns pielleicht verboten werden / ehe fich die Sonne zum Untergange ſchicken Fan. | Saul. Verfchonet mich mit dieſer Klage. Ein KRonig iſt ſo lange unuͤberwindlich / bis er von unbe, wehrten Perſonen uͤberwunden wird. (gebt ab.) r Die Pfeile find glücklich verſchoſſen. Der ‚.. KRoanig wird nicht cher ruhen / bis Dabid zu Boden Mer.

GErſter Gandlung Sechfter Aufzug.

* Sual. | (nat fich a Action etwas an der Scena ſehen lafjen. | Mor Herren / was meynet ihr? Das heifft nicht ed falfch geſpielet; Es iſt nur ein politiſcher Streich / der zu Hofe mit unter die funffzehn freyen Kuͤnſte ge⸗ zehlet wird. Da muß nun das unſchuldige Kind dem alten Herren einen barmhertzigen Floch indie Hertz⸗ grube ſetzen; And wenn Adriel recht bekennen ſolte⸗ o weis ich / er würde wuͤndſchen / das Kind mare eine Schwelle / daruͤber Saul und fein Geſchlechte ſtolper⸗ ten / daß fie den Hals brachen. Zwar daß ich eine proffe Affection gegen David haben ſolte / das ift mol nichtwahr. Ein folcher Frey⸗Reuter zu Hofe / wie ich / der iſt gerne bey Leuten/da man zufreffen und zu fauffenhat; Aber Daß ich mit dem lieben Herrenalle Tage fechsmal indie Beth-Stunden/und alle Mo⸗ nat vier und zwanzigmal in den Krieg ziehen will da hab ich meinen Kopff / meinen Bauch und —J— mehrt

*

bu: | David. 4 17 nicht Darzugemöhnet. Aber eins gefällt mir nicht: ge zeucht fich alle Sachen ſehr zu ihe/umd wenn er naͤrriſch wird / ſo zancken wir ung allemal um die Oberſtelle Und das iſt S. Velten’ der Unterſte ſoll von dem Oberſten Maulſchellen lei⸗ den / damit bin ich ohen und unten betrogen. Das beſte wird ſeyn / daß ich mir bey dem Philiſtriſchen Ei⸗ ſenkraͤmer eine Sturmhaube beſtellen ſoll / fo habich ein gut Pflaſter wider die Ohrfeigen. |

Erſter Handlung Giebender Aufzug.

Jonathan, Sul,

F Jon. &S3 da / Sual! was haſt du vor ein Gefpräch N son Maulſſchellen? wilſt du damit handein / ſo zeuch unter die Philiſter. | | Sual.Herr / ihr habt gewiß einen Weiffager-Seift : denn ich gieng gleich mit meinen 99. Sinnen zu Ra⸗ the / wie ich meine Sactorey mit Ohrfeigen / bey denen hiliſtern anſtellen wolte. Denn der bißherige andelsmann moͤchte nun bald bangverot werden. on Deine Poſſen find mir entweder zu hoch / o⸗ der zuniedrig; Denn ich verſtehe nichts darvon. Sual. (ad spe.) Wenn von Maulfchellen gevebt wird / ſo muß man entweder zu hoch oder zu medrig ſeyn /o gehn fie druͤber oder drunter weg. on Ich will wiſſen / was deine Kauffmannſchafft a bedeuten hatt? B Sual

ER ee er I; Sual. Sch Fans wolfagen: SIE nicht wahr / un⸗

18 Der verfolgte

fer Herr David hat bishero Dasrechte Monopo= lium mit ven Maulfchellen unter den Philiſtern ges habt: Und went jemand Schlaͤge gebraucht hat / ſo iſt der Wechſel⸗Brief an ihm geſchrieben worden / dafs er hat begahlemmüffen. Nun aber möchte der gute Kerle auffeine Singet contract werden / fo that egnoth daß ein anderDie Handlung annahme/ che fich Die Kunden verjettelten.

un. Du redeft durch teeffliche Gleichniſſe Doch wer will ſich unterſtehen / dieſen Helden auf die Finger zu klopffen |

Sual. Ich bin fein Narr. In meiner Vocation ſtehet die Clauſel daß ich kein Waͤſcher ſeyn ſoll. Eh wenn ich doch fagte/ daß Hr, Adriel den Koͤ⸗ nig wider Hr. David aufgehetzet hat; Wenn ich Doch fagte / daß der König felbft auf ihn gefluchet hätte; Wenn ich doch ſagte / daß man ihn

Bet

get haͤtte / als wolte er den kleinen Prink ums Leben ringen. Ep wieſchoͤn wuͤrde mir ein Ballet in der Küche over ſonſt ein Ehren⸗Tantz im Stalle ange⸗ fiellet werden. Das laß ich bleiben daß ich ein FR äfcher bin und wenn andere deute gar zu viel von mir. wiſſen wollen / ſo wol darvon lauffen. | ‚x

&; ab) er) Jon, Du hafl Dich in Deiner Verſchwiegenheit Allein gehe nur fort / ich

Die Merckmale

mflar genung vor den Augen/ daß. H tzens Freund / und die Helf⸗ nnetroird, Vielleicht Sn ſo

x

Ri forenig Erempeleiner beftändigen Steundfchafft in der Welt anzutreffen find, fo twill auch das erzürnte

i 7

7 . 1

doder ſterben ſol?

*

David⸗ 19

[tıc£e unferer Liebe zumider ſeyn / Damit die gange

Belt durch ein vollkonumenes Erempel wicht möchte

bejehämet werden. Heifftdiefesein Königs-Sohn/

dem Die Liebe perboten wird? Ach warum bin ich nicht ein Schafer zu Bethlehem worden / ſo wolte ich mit meinem geliebteſten Dapid in ein verborgenes Gepuͤſche entweichen / da wir bey dem Klange unferer Schalmeyen alle Verfolgung ͤberwinden /und um, feren deinden zu Troge triumphiren Fönten,

Erſter Handlung

fi Achter Aufzug Jonathan,David. 54

aA ich erfreue mich über deſſen Ankunfft. denn nicht erfahren ob ich leben

J u, j

Wire

Day, Der Königliche Befehl winget mich ben

ee toied nicht fterben. | | Mein er Seinde find zuniel/ alfo daß ich offte

an der Söttlichen Huͤffe 4

on,

Beni. Der verfolgte,

Jon. Doch der Göttliche Schuß iſt noch geöffe; nd ich möchte wunſchen daß Davids Segen auf mir und aufmeinemSamenliegenfolte Dav. Mein Jonathan hat einen Koͤnigs⸗Segen; aber ich bin der geringſte in Iſrael. ET on. Nun wolan / fo wollen mie uns in den S ‚gentheilen. Hier iſt meine Hand; Goͤnnet mir Gott ein Gluͤcke / fo ſoll mein Liebſter David davon nicht ‚ausgefehloffen fern. Soll aber David Durch den Gegen des HErren etwas höher ſteigen / ſo bitte ich es möchte meiner und der Meinigen nicht vergeſ⸗ fen werben. | | Dav. Wer bin ich / daß ich fo einen flolken Bund eingehen ſoll? | Jon. Esift mein geliebtefter Schwager / welcher duch die Berfnüpffung meiner Echwefter mich felbit noch mehr verbunden hat. Dav. Aber was ſoll ich von dieſer Verknuͤpffung dencken? Die Morgen-Gabe / die mir abgefodert ward / zielte gewiß auf meinen Untergang / wenn mich Gott nicht ſo kraͤfftig gemacht haͤtte / wey hundert Philiſter zu erſchlagen. on. Mein liebſter Bruder / heute iſt nicht der erſte Taͤg / da unſere Liebe zu Kraͤfften koͤmmt; Drum bite ieh / man rechne mir die Miſſethat nicht zu / welche von den Meinigen begangen wird / und dabey nein Vermoͤgen nichts verhindern fan. Gnung Dakich fage: Wer Davids Feind iſt / der follmich entiweder ‚Dicht zum Sreunde oder nicht zum Schülffen haben. Dav. So bleibich Denn bey der kuͤhnen Gewohn⸗

ur

—— a, 21 Er: dm 6 ale m meinen inen König ref refpe&iten vot wol: F Ton. (umfaffeibn.) So ruff ich Demnach den groſſen GOtt zum Zeugen, daß meine Liebe ohn alle Falſchheit brennen fol . Dav. Und ein brennender Strahl aus: den. Wok een verſehre mich / wofern in meinem Herten⸗ gegen dieſen Bund ſoll gedacht werden. A Joa? Nein Vermögen foll Davids Zermögen

* Din. Und Jonathan ſolluͤber Davids Armuth zu aibieten haben, Mr David laſſe fich meinen Samen zu ewiger hithat befohlen ſeyn. Daov. Jonathan ſey ewig geſegnet / daß Davids Samen unter ihm erfreut werde. |

Erſter Bandlung

MNaeundter Nufzug. ſonathan, David; Michal, SR 26 Mich.

MeEin Hi Bruder) er fey nicht: zu hegierig /

ſonſt kommt eine Perſon mit ihrem Einfpru- & darzwifchen.

Jon. Meine Sr. Shweſter / deßwegen hat ſie ih⸗ ren David, gang bekommen, daß ich denfelben gantz

; altenwoil. 3 Fe Wie oberen me ich ſagte: Die

23 ‚Dervaflgtt waͤren mir geraubet worden / welche Jonathan geneſſe haaee ne 2 on Sie gehe zu ihrem geliebten David / und ver⸗ ſuche / ob an ihren Kuͤſſen etwas ermangeln wird, Mich. (umfafle Davıd) Ach mein geliebte⸗ ſtes Kind/ich vergnuge mich din dem Scherhe / wel⸗ * ‚von dieſen vertrauteſten Freunden miß— allen | SER ‚Dav. Und eben diefe